Ein Baulückengrundstück, in geschlossener Bauweise, innerhalb der ersten Stadterweiterung von Falset bildet das Fundament für das zukünftige Wohnhaus einer jungen Bauherrin. Das Grundstück weist einen topografischen Höhenunterschied von 0,95 Metern zwischen dem Haupteingang und dem rückwärtigen Garten auf – eine Gegebenheit, die zum gestalterischen Schlüssel für die neue Grundrisskonzeption wird.
Im Erdgeschoss ist ein fließender, offener Allraum projektiert. Der Geländesprung wurde bewusst in den hinteren Teil der Ebene verlagert, wo sich der Wohnbereich mit schwellenlosem, direktem Zugang zum Garten befindet. Dieser Entwurfsansatz erfüllt die gesetzlichen Vorgaben zur Barrierefreiheit und inszeniert gleichzeitig eine optimale, fließende Verbindung zwischen Innenraum und Garten.
Im ersten Obergeschoss blickt eine Galerie auf den darunter liegenden Wohnbereich, um diesem eine großzügige lichte Höhe zu verleihen. Die verbleibende Fläche dieser Ebene nimmt das primäre Raumprogramm für den Nachtbereich auf. Das Dachgeschoss fungiert als flexible Zone für Gäste sowie als Hauswirtschaftsbereich.
Ein monolithisches, vertikales Holzmöbel durchläuft das Gebäude über alle Geschosse hinweg und integriert einen Kamin sowie eine flächenbündige Einbauschrankwand. Das übrige Material- und Farbkonzept präsentiert sich homogen: Ein grauer Bodenbelag kontrastiert harmonisch mit den weißen Decken und Wänden, was die Tageslichtausbeute im Interieur maximiert und eine zeitlose, neutrale Bühne für die zukünftige Möblierung der Kundin schafft.